Führung

Führungskräfteentwicklung

Das Thema Führung bekommt mehr und mehr Bedeutung. Das heimliche Leiden vieler Unternehmen in den Topetagen ist Führungsschwäche (vgl. Manager Seminare, 1995). Ein Ausdruck dieser Führungsschwäche ist oftmals mangelnde Kommunikation zwischen der Führungskraft und den Mitarbeitern. Das führt dazu, dass die Führungskraft an Glaubwürdigkeit verliert. Glaubwürdigkeit ist eine wichtige Grundvoraussetzung für den Führungserfolg. Führung wirkt direkt auf die Mitarbeiter. Da die Mitarbeiter das wichtigste Kapital eines Unternehmens sind, ist die Art und Weise der Führung ein wichtiger Aspekt.

Es ist ein Umdenken auf Ebene der Führungskräfte notwendig, um die volle Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter zu gewährleisten. Um stichhaltige Aussagen darüber zu erhalten, wie die Kommunikation zwischen Führungskraft und Mitarbeiter von Seiten der Mitarbeiter im Unternehmen wahrgenommen wird, kommt das Instrument der Mitarbeiterbefragung aus der Organisationsdiagnose zum Einsatz. Da die Kommunikation zwischen Führungskraft und den Mitarbeitern einen möglichen Schlüssel zum Erfolg darstellt, ist es umso wichtiger, den Ist-Zustand zu kennen. Wenn das Problem bekannt ist, kann man daran arbeiten und es lösen. Anschließen wird bedarfsgerecht geschult und trainiert.

Outdoortraining für Führungskräfte 300x200 FührungDer Begriff Führung beschreibt im Allgemeinen „die psychologischen und sozialen Fähigkeiten einer Person im Umgang mit Menschen“ (Gabler Wirtschaftslexikon, online). Führung hat neben der Ausrichtung auf Erreichung der Unternehmensziele durch die Mitarbeiter ebenfalls die Funktion, diese zu motivieren und zusammenzuhalten. Entscheidend für den Führungserfolg sind, neben der Persönlichkeit der Führungskraft, die fachliche Kompetenz, das Beherrschen von Führungstechniken, sowie soziale Kompetenz.

Lutz von Rosenstiel, Professor für Organisations- und Wirtschaftspsychologie, beschreibt Führung als die unmittelbare und zielbezogene Einflussnahme (von Rosenstiel, 2001). Das bedeutet so viel, als dass Mitarbeiter von Führungskräften dazu bewegt werden sollen, bestimmte Ziele zu erreichen.

Blake und Mouton unterteilen Führung in die Bereiche Aufgabenorientierung und Mitarbeiterorientierung (Blake & Mouton, 1964). Dies meint, dass Führung einerseits darin besteht, die Produktivität im Unternehmen sicherzustellen und andererseits, dafür sorgen muss, dass die Belange der Mitarbeiter beachtet und ernstgenommen  werden.

Leistungsdimensionen von Führungsarbeit

Die Aufgabenbereiche einer Führungskraft haben sich den letzten Jahren merklich erweitert. Abteilungsübergreifende Kommunikation zur Aufgaben- und Zielkoordination mit anderen Führungskräften rücken neben den klassischen Aufgaben immer weiter in den Fokus. Zusammenhänge sind in der zunehmenden Dezentralisierung von Unternehmen zu sehen. Selbst die Mitarbeiterkommunikation hat sich aufgrund komplexerer  Unternehmensanforderungen geändert. Damit Leistungs- und Verantwortungsbereitschaft seitens der Mitarbeiter gewährleistet ist, ist auch ein direkteres Führungsverhalten notwendig. Die Leistungsdimension von Führungsarbeit lässt sich in diesem Zusammenhang unterteilen in (IUK GmbH, 1999):

  • Horizontale Abstimmung – beschreibt die Abstimmung unterschiedlicher Abteilungen untereinander. Hier entsteht die Optimierung des Gesamtziels durch Optimierung der Zusammenarbeit. Die Neustrukturierung von Teams auf Zeit, kann eine Möglichkeit sein, dies in der Praxis umzusetzen.
  • Aufgabenorientierung – diese richtet sich nach den vorgegebenen Rahmenbedingungen der Arbeit. Das können u.a. Termin-, aber auch Umsatzvorgaben sein.
  • Mitarbeiterorientierung – hierbei stehen die Belange der Mitarbeiter im Vordergrund. Dies sind beispielsweise Mitarbeitermotivation und –Förderung.

Es sollte ein ausgewogenes Verhältnis dieser drei Faktoren gegeben sein, damit sich Führungserfolg einstellen kann. Das Unternehmen als auch die Mitarbeiter können so davon profitieren.

Das Führungsverhalten hat einen wesentlichen Einfluss darauf, wie effizient eine Unternehmenseinheit ist. Ein in hohem Maße erfülltes und dabei ausgewogenes Verhältnis von Aufgaben- und Mitarbeiterorientierung ist, laut Blake & Mouton (1964), optimales Führungsverhalten. Ziel sollte es sein, den Führungskräften zu verdeutlichen, wie wichtig gerade der Aspekt der Mitarbeiterorientierung ist.

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